So arbeitest du mit der Dichtung in den Ecken richtig
Der wichtigste Grundsatz lautet: In den Ecken niemals ziehen oder spannen. Die Dichtung muss auch dort völlig entspannt in der Nut liegen.
Eckbereiche vorbereiten: Bevor du die Dichtung in die Ecke drückst, solltest du sie bereits locker entlang des Rahmens geführt haben. Achte darauf, dass ausreichend Material vorhanden ist. Wenn du merkst, dass die Dichtung knapp wird, ist sie bereits zu stark gedehnt worden. In diesem Fall ein kleines Stück wieder lösen und neu ansetzen, statt weiterzuziehen.
Dichtung in die Ecke legen statt ziehen: In der Ecke wird die Dichtung nicht um den Rahmen gezogen, sondern sanft in die Ecke hineingelegt. Drücke sie zuerst bis kurz vor die Ecke vollständig in die Nut. Danach formst du den Eckradius mit den Fingern und drückst das Profil Stück für Stück in die Nut. Die Dichtung folgt der Form des Rahmens, ohne dass Zug entsteht.
Mit Materialüberschuss arbeiten: Ein kleiner Materialüberschuss in der Ecke ist gewollt. Die Dichtung darf dort minimal gestaucht sein, niemals jedoch auf Spannung stehen. Dieser kleine Überschuss sorgt dafür, dass sich das Material später nicht zurückzieht und keine Lücke entsteht.
Keine Schnitte in den Ecken setzen: Schneide die Dichtung niemals direkt in der Ecke ein. Schnitte schwächen das Profil und führen fast immer zu Undichtigkeiten. Die Dichtung muss als durchgehendes Element um den gesamten Rahmen geführt werden.
Übergang am Ende korrekt ausführen: Der einzige Schnitt erfolgt am Ende der Montage, nicht in den Ecken. Schneide die Dichtung exakt auf Stoß, sodass die Enden ohne Überlappung und ohne Abstand aneinanderliegen. Idealerweise liegt dieser Stoß nicht in einer Ecke, sondern auf einer geraden Rahmenseite.