Haustür einbauen - weil der erste Eindruck zählt

Schritt für Schritt die neue Haustür selbst einbauen

Die Haustür ist ein wichtiger Bestandteil von Komfort, Energieeffizienz und Sicherheit deines Hauses. Eine hochwertige Tür steigert den Wert deines Hauses und bringt dir ein positives Wohngefühl. Wenn du deine Haustür selbst einbauen möchtest, brauchst du sorgfältige Vorbereitung, das richtige Werkzeug und etwas handwerkliches Geschick. Denn beim Haustür einbauen kommt es auf Präzision an: Schon kleine Ungenauigkeiten können später zu Problemen beim Schließen, zu Wärmeverlust oder Undichtigkeiten führen.

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Warum es sich lohnt, die Haustür richtig einzubauen

Eine fachgerecht eingebaute Haustür sorgt für Stabilität, dauerhafte Dichtheit und eine reibungslose Funktion. Sie verhindert Wärmebrücken, spart Heizkosten und schützt dein Zuhause zuverlässig vor Zugluft und Feuchtigkeit. Zudem trägt ein sauberer Einbau dazu bei, dass sich die Tür über viele Jahre leicht öffnen und schließen lässt. Wer seine Haustür sorgfältig einbaut, erhält nicht nur ein perfektes Ergebnis, sondern auch langfristig Freude an der neuen Türanlage.

Woran du erkennst, dass du eine neue Haustür einbauen solltest

Eine neue Haustür lohnt sich, wenn die alte Tür undicht ist, klemmt oder sich nicht mehr richtig schließen lässt. Auch sichtbare Beschädigungen, verzogene Rahmen oder hohe Heizkosten können Anzeichen dafür sein, dass du deine Haustür austauschen und eine neue einbauen solltest. Moderne Haustüren bieten zudem deutlich besseren Wärmeschutz, ein höheres Sicherheitsniveau und ein modernes Erscheinungsbild, das den Wert deines Hauses steigert.

Das solltest du vor dem Einbau deiner Haustür tun

Bevor du mit der Montage beginnst, solltest du deine neue Haustür gründlich auf eventuelle Mängel kontrollieren. Stelle sie leicht schräg an eine Wand und prüfe sie auf Kratzer, Druckstellen oder Transportschäden, besonders an Kanten und Beschlägen. Miss anschließend die Tür samt Rahmen nach – so stellst du sicher, dass keine Verformungen vorliegen und die Maße exakt zur Laibung passen.

Bei Holztüren kann je nach Lieferzustand eine Oberflächenbehandlung notwendig sein. Falls ein Anstrich oder eine Lasur erforderlich ist, muss die Haustür vollständig trocknen, bevor du sie einbaust – nur so bleibt sie dauerhaft formstabil und witterungsbeständig.

Liste der benötigten Werkzeuge und Materialien

Werkzeuge

  • Bohrmaschine und passender Bohrer
  • Schraubendreher oder Akkuschrauber
  • Wasserwaage und Zollstock
  • Montageschaum und Cutter
  • Montierhebel oder Brecheisen
  • Gummihammer
  • Keile und Holzklötze
  • Markierungsstift
  • Handschuhe und Schutzbrille
  • evtl. Inbusschlüssel

Materialien

  • neue Haustür inklusive Zarge
  • Montageschaum und Dichtbänder
  • Montageschrauben für den jeweiligen Wandtyp
  • Kompriband oder Dichtfolie für Innen und Außen
  • Silikon oder Dichtstoff
  • evtl. Schwelle oder Bodendichtung
  • evtl. Deckleisten / Abdeckprofile
  • evtl. Türdrücker, Schließzylinder, Beschläge (falls nicht vormontiert)
  • evtl. Zementmörtel und Spachtel

Wie kann ich eine neue Haustür selbst einbauen? – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1 - Haustür ausmessen

Bevor du eine neue Haustür bestellst und einbaust, musst du die exakten Maße deiner Türöffnung kennen. Dafür misst du das Mauerinnenmaß: also Höhe, Breite und Tiefe der Öffnung. Miss an mehreren Stellen und notiere dir jeweils den kleinsten Wert. Plane zudem genügend Einbauluft ein: Rund 10–15 mm auf jeder Seite sowie am oberen Abschluss sind in der Regel ausreichend, um die Zarge sauber ausrichten und dämmen zu können.

Notiere dir außerdem, auf welcher Seite die Tür angeschlagen ist (DIN links oder DIN rechts) und prüfe, ob die Haustür in der Laibung oder im Anschlag montiert werden soll. Bei einer Montage im Anschlag kann es nötig sein, die Breite des Türelements entsprechend zu reduzieren.

Eine ausführliche Anleitung findest du in unserem Ratgeber „Haustür ausmessen“.

Schritt 2 - Alte Haustür ausbauen

Bevor du die neue Haustür einbauen kannst, muss die alte Tür vollständig entfernt werden. Decke zunächst den Boden im Arbeitsbereich sorgfältig ab. Beginne mit dem Aushängen des Türflügels: Öffne die Tür vollständig und hebe sie vorsichtig aus den Scharnieren. Am besten nimmst du dir dafür eine zweite Person zur Hilfe, da der Flügel oft schwer ist. Danach entfernst du die Zarge. Schneide dazu rund um die Zarge die alte Abdichtung und den Montageschaum mit einem Cuttermesser ein. Anschließend kannst du die Zarge mit einem Brecheisen oder Montierhebel vorsichtig aus der Maueröffnung lösen. Achte darauf, nicht zu stark zu hebeln, um Beschädigungen an der Laibung zu vermeiden. Wenn die Zarge verschraubt ist, löse zunächst alle Schrauben, bevor du sie heraushebelst. Entferne zum Schluss sämtliche Schaum- und Dichtstoffreste gründlich – eine saubere Öffnung ist die Basis für den späteren Einbau.

Schritt 3 - Maueröffnung vorbereiten

Nun bereitest du die Laibung für den Einbau der neuen Haustür vor. Entferne Staub, alte Mörtelreste und loses Material sorgfältig. Eine saubere, glatte Fläche sorgt für eine stabile und dichte Verbindung. Prüfe anschließend mit der Wasserwaage und einem langen Richtscheit, ob die Maueröffnung gerade und eben ist. Unebenheiten oder Ausbrüche können mit Zementmörtel oder Reparaturspachtel ausgeglichen werden. Achte darauf, dass die Fläche vollständig getrocknet ist, bevor du fortfährst. Miss außerdem die Öffnung nach – die Maße müssen zur neuen Tür passen, damit der Einbau passgenau erfolgt.

Schritt 4 - Neue Haustür vorbereiten

Wenn am Rahmen deiner neuen Haustür eine Schutzfolie angebracht ist, kannst du diese jetzt abziehen. Danach wird der Türflügel ausgehängt: Löse mit einem Schraubendreher die Sicherungsstifte an den Türbändern und hebe den Flügel gemeinsam mit einer zweiten Person aus dem Rahmen.

Jetzt montierst du Griff, Türbeschlag und Schließzylinder, falls diese nicht bereits vormontiert sind. Anschließend bringst du die Garnitur für die Türinnenseite entsprechend der beiliegenden Montageanleitung an.

Schritt 5 - Haustür-Zarge vorbereiten

Hat der Türrahmen noch keine Befestigungslöcher, werden diese jetzt gebohrt. Markiere die Bohrpunkte mittig im Rahmen, mit 10 bis 15 cm Abstand zu den Ecken und maximal 70 cm Abstand zueinander. Verwende dafür einen Metallbohrer in der passenden Stärke zum gewählten Befestigungssystem.

Im nächsten Schritt wird das Dichtband ringsum auf den Rahmen geklebt: Innen eine dampfdiffusionsdichte Folie, außen eine dampfdiffusionsoffene Folie oder ein geeignetes Dichtungsband.

Beginne unten an einer Seite und klebe das Band bis zur oberen Ecke. Dort lässt du eine kleine Schlaufe stehen, damit Bewegungen ausgeglichen werden können. Dann klebst du weiter zur nächsten Ecke, wieder mit Schlaufe, und anschließend hinunter bis zur Schwelle. An der Schwelle selbst wird kein Dichtband angebracht.

Tipp: Besonders komfortabel sind sogenannte 3-in-1-Dichtungsbänder (Multifunktionsbänder), die innere, mittlere und äußere Dichtungsebene in einem Arbeitsschritt abdecken.

Schritt 6 - Haustürzarge einsetzen

Setze die Türzarge nun in die vorbereitete Öffnung – je nach Einbausituation entweder direkt unter die Falz oder mittig in die Laibung. Platziere sie mithilfe von Holzkeilen so, dass sie mittig sitzt und ringsum gleichmäßige Spaltmaße bleiben – ideal sind 10 bis 15 mm Einbauluft. Kontrolliere die Position in allen Richtungen mit der Wasserwaage – sowohl waagerecht als auch senkrecht und in der Flucht. Besonders wichtig ist die exakte Ausrichtung an der Bandseite und an der Schließkante. Schon ein kleiner Versatz kann später zu Problemen beim Schließen führen. Wenn die Zarge korrekt steht, fixiere sie provisorisch mit Keilen, bis du sie endgültig verschraubst.

Schritt 7 - Haustür befestigen

Sitzt die Zarge perfekt, kannst du sie dauerhaft mit dem Mauerwerk verbinden. Bohre durch die vorgesehenen Befestigungspunkte der Zarge in die Wand und setze geeignete Montageschrauben ein – bei Beton, Ziegel oder Porenbeton jeweils mit passenden Dübeln oder Spezialankern.

Beginne mit dem Verschrauben, indem du zunächst die oberste Schraube sowohl auf der Bandseite als auch auf der Schlossseite anziehst. Ziehe die Schrauben gleichmäßig fest, aber nicht zu stark, um ein Verziehen der Zarge zu vermeiden. Richte den Rahmen anschließend erneut sorgfältig in Lot, Waage und Flucht aus. Danach befestigst du die restlichen Schrauben auf der Bandseite. Hänge nun den Türflügel probeweise ein und prüfe, ob die Tür sauber öffnet und schließt und die Spaltmaße gleichmäßig sind. Nimm den Flügel anschließend noch einmal heraus und verschraube die Zarge komplett auf der Schlossseite.

Schritt 8 - Bodenschwelle fixieren

Prüfe, ob die Bodenschwelle nach unten hin Spiel hat und unterfüttert werden muss. Zur Unterfütterung kannst du handelsübliche Glasklötze verwenden, die in verschiedenen Größen verfügbar sind. Anschließend schraubst du die Schwelle mit zwei Montageschrauben fest. Oftmals musst du dafür erst die Gummidichtung entfernen und nach dem Verschrauben wieder in die Nut drücken.

Schritt 9 - Zwischenraum ausschäumen

Klebe zunächst den Türrahmen ab und decke den Boden am Türrahmen ab, damit der Montageschaum keine dauerhaften Flecken hinterlassen kann. Schäume anschließend den Zwischenraum zwischen Rahmen und Laibung sorgfältig aus. Achte darauf, den Schaum sparsam und gleichmäßig einzubringen, da er stark aufquillt.

Nach dem Aushärten schneidest du überstehenden Schaum mit einem Cuttermesser bündig ab. Anschließend kannst du offene Fugen mit Acryl versiegeln und Deckleisten anbringen.

Schritt 10 - Türflügel einsetzen und einstellen

Im letzten Schritt kannst du den Türflügel vorsichtig einhängen. Kontrolliere, ob er frei beweglich ist und ohne Widerstand schließt. Öffne und schließe die Tür mehrmals, um das Spiel in den Bändern zu prüfen. Wenn die Tür klemmt oder ungleichmäßig anliegt, justiere die Bänder nach – bei modernen Haustüren ist das meist über Inbus-Schrauben möglich. Stelle die Tür so ein, dass sie gleichmäßig an den Dichtungen anliegt und der Türspalt überall identisch ist. Teste auch den Schließmechanismus: Die Tür sollte ohne Kraftaufwand verriegeln.

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Was beim Haustür einbauen zu beachten ist

Viele Heimwerkende unterschätzen, wie präzise eine Haustür montiert werden muss. Häufige Fehler sind:

  • schiefe Ausrichtung der Zarge
  • falsche Schraubenwahl oder zu wenige Befestigungspunkte
  • ungleichmäßig ausgeschäumte Fugen
  • fehlende Dichtbänder oder unsaubere Abdichtung
  • keine Nachjustierung nach dem Einbau

Diese Fehler führen dazu, dass die Tür nicht richtig schließt, Wärme entweicht oder Feuchtigkeit eindringt. Auch die Einbruchhemmung kann beeinträchtigt werden. Daher ist sorgfältiges Arbeiten beim Haustür einbauen entscheidend – oder die Beauftragung eines Fachbetriebs, wenn du dir unsicher bist.

Wie du nach dem Haustür einbauen dauerhaft für Wohnkomfort sorgst

Deine neue Haustür braucht etwas Pflege, damit du nach dem Einbau lange Freude an ihr hast. Reinige die Dichtungen regelmäßig und halte die Scharniere leicht gefettet, damit die Tür leise läuft und Verschleiß reduziert wird. Kontrolliere die Schrauben der Türbänder und ziehe sie bei Bedarf nach. Prüfe jährlich den Anpressdruck, besonders nach Temperaturwechseln. Bei Haustüren mit elektrischen Komponenten wie Motorschloss oder Fingerscanner sollte die Einstellung und Montage nur von einem Fachbetrieb übernommen werden.

Tipps aus der Praxis zum Haustür einbauen

 

Einige praktische Hinweise helfen dabei, die Haustür richtig einzubauen:

✔ Nimm dir genügend Zeit für das Einbauen der Haustür.
✔ Kontrolliere vorab alle Maße der Maueröffnung.
✔ Decke Böden, Teppiche und Möbel großflächig ab. Besonders bei der Demontage alter Haustüren entsteht viel Staub, Schmutz und Mörtelbruch.
✔ Arbeite mit einer zweiten Person – Türen sind schwer und sperrig.
✔ Verwende ausschließlich Montagematerial, das zum Wandaufbau passt. Nur so erreichst du eine stabile und sichere Verankerung.
✔ Achte auf eine geeignete Witterung, denn viele Dichtstoffe benötigen bestimmte Verarbeitungstemperaturen (meist 10 °C bis 25 °C), damit sie zuverlässig abdichten.
✔ Prüfe vor dem Ausschäumen die endgültige Position der Zarge.
✔ Lass die Abdichtung vollständig trocknen, bevor du Leisten oder Verkleidungen montierst.

Gut zu wissen: Garantie bei Eigenleistung

Beim Selbsteinbau besteht keine Gewährleistung durch Fachbetriebe. Entstehen später Funktionsmängel oder Schäden durch eine unsachgemäße Montage, haftest du selbst. Informiere dich daher vorab gründlich über die fachgerechte Vorgehensweise bei deiner individuellen Einbausituation. Bist du unsicher, solltest du den Einbau lieber einem Fachbetrieb überlassen, um Folgeschäden zu vermeiden.

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