Mehr Komfort durch elektrische Antriebe & Zugangskontrollsysteme
Elektrische Antriebe und moderne Zugangskontrollsysteme bieten spürbar mehr Komfort – ganz besonders bei barrierefreien Haustüren. Ob Haustür mit Fingerprint, Code-Schloss, Bluetooth-Schlüssel oder Transponder: Solche Systeme ermöglichen einen barrierefreien, sicheren und schlüssellosen Zugang. Noch komfortabler wird es mit einem Motorschloss, das die Tür nach erfolgreicher Authentifizierung automatisch entriegelt und öffnet. Eine günstigere Alternative ist der elektrische Türöffner, der die Tür nur entriegelt – geöffnet werden muss sie dann manuell. Wichtig hier ist, dass der Türflügel ohne großen Kraftaufwand bewegt werden kann. Wird der laut DIN 18040 zulässige Kraftwert (max. 50 N) überschritten, ist ein automatischer Türantrieb erforderlich, der auch nachgerüstet werden kann. Dank moderner Sensorik erkennen diese Systeme Personen im Türbereich und stoppen automatisch, wenn beispielsweise Verletzungsgefahr besteht. So ist nicht nur für uneingeschränkte Barrierefreiheit, sondern auch für optimale Sicherheit gesorgt.
Türgriff, Klingel und Co. – Barrierefreie Bedienelemente
Damit eine Haustür wirklich barrierefrei ist, kommt es auch auf die richtige Auswahl und Platzierung der Bedienelemente an. Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik – etwa im Alter oder bei körperlichen Beeinträchtigungen – profitieren besonders von ergonomisch geformten Griffen wie Stangengriffen, U- oder bogenförmigen Griffen. Diese lassen sich deutlich leichter fassen und bedienen als klassische Drehknäufe. Ideal ist eine Griffhöhe von etwa 85 cm über der Bodenschwelle. Auch alle weiteren Elemente wie Taster für automatische Türsysteme, Türspione, Briefkästen und Klingelanlagen sollten in dieser Höhe angebracht sein. Das ist besonders wichtig für Rollstuhlfahrende, da sie aus einer tiefen Sitzposition heraus agieren. Montagehöhen bis zu 105 cm gelten als praxisgerecht und werden von der DIN 18040 entsprechend berücksichtigt.
Verglasungen & Design
Barrierefreie Haustüren sollten möglichst auf große Glasflächen verzichten. Wenn doch Glas zum Einsatz kommt, dann am besten in bruchsicherer Ausführung wie VSG (Verbundsicherheitsglas) oder ESG (Einscheibensicherheitsglas). Wichtig ist außerdem ein deutlicher Farbkontrast, damit auch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen die Verglasung gut wahrnehmen können. So wird das Risiko von Verletzungen im Alltag deutlich minimiert.
Beleuchtung, Markierung & mehr
Für einen absolut barrierefreien Hauseingang spielt nicht nur die Tür selbst eine Rolle – auch Beleuchtung und Umfeldgestaltung tragen wesentlich zur sicheren Nutzung bei. Eine ausreichende Beleuchtung rund um die Tür sorgt nicht nur für mehr Sichtbarkeit im Dunkeln, sondern schreckt auch ungebetene Gäste ab. Bewegungsmelder mit Sensorfunktion sind hier besonders praktisch – sie schalten das Licht automatisch ein, sobald sich jemand nähert. Zusätzlich können taktil erfassbare Bodenstrukturen, Wegbegrenzungen oder Leitlinien die Orientierung verbessern.