Haustür ausbauen - mehr Platz für Modernisierung und Sicherheit

Schritt für Schritt die Haustür ausbauen

Der Ausbau einer alten Haustür ist der erste Schritt, wenn du dein Zuhause modernisieren, eine energieeffiziente Tür einsetzen oder einfach den Eingangsbereich optisch aufwerten möchtest. Eine sorgfältige Vorgehensweise schützt nicht nur die Bausubstanz, sondern erleichtert später den Einbau der neuen Tür erheblich. Fehler beim Ausbau führen oft zu Schäden am Mauerwerk, an der Zarge oder an den Dichtungen. Mit diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du genau, wie du deine alte Haustür sicher und sauber ausbauen kannst.

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Was du beim Haustür ausbauen beachten solltest

Beim Haustürausbau gibt es einige Unterschiede, die du beachten solltest:

  • Holzhaustüren: Traditionell montiert, meist mit Montageschaum. Hier ist Vorsicht geboten, um das Mauerwerk nicht zu beschädigen. Holzrahmen können zudem aufgequollen sein, daher muss besonders sorgfältig gearbeitet werden.
  • Kunststoff- oder Aluminiumtüren: Diese Materialien sind leichter, oft mit modernen Beschlägen und Dichtungen versehen. Beim Ausbau ist darauf zu achten, dass keine Dichtungen, Beschläge oder elektronische Komponenten beschädigt werden.
  • Haustüren mit elektronischem Schloss oder Fingerscanner: Hier muss vor dem Ausbau unbedingt die Stromversorgung getrennt werden. Bei Unsicherheiten sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden, um Schäden an der Elektronik zu vermeiden.

Wann du deine Haustür ausbauen solltest

Das Ausbauen einer Haustür ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll. Alte Türen neigen dazu, sich zu verziehen, wodurch Zugluft entsteht, Wärme verloren geht und das Öffnen und Schließen erschwert wird. Beschädigte Scharniere oder Rahmen beeinträchtigen die Stabilität der Tür und erhöhen das Einbruchsrisiko. Zudem ist für den Einbau einer modernen Haustür eine saubere, exakt vorbereitete Laibung erforderlich, die ohne sorgfältigen Ausbau nicht möglich ist. Wer die alte Tür fachgerecht entfernt, spart sich teure Nacharbeiten, legt die Grundlage für eine präzise Abdichtung und stellt sicher, dass die neue Tür dicht, leichtgängig und langlebig eingebaut werden kann.

Liste der benötigten Werkzeuge und Materialien

Werkzeuge:

  • Akkuschrauber mit passenden Bits für alle Schrauben
  • Brecheisen oder Montierhebel für die Zarge
  • Cuttermesser zum Auftrennen von Montageschaum und Dichtungen
  • Säbelsäge oder Handsäge für harte Zargen
  • Hammer und Meißel für kleinere Korrekturen
  • Wasserwaage und Richtscheit zur Kontrolle der Laibung
  • Schutzbrille und Handschuhe

Materialien:

  • Abdeckfolie oder Decken für den Schutz von Boden und Möbeln
  • Eimer oder Behälter für Schrauben, Beschläge und kleine Teile
  • Reparaturmörtel oder Spachtelmasse für Ausbesserungen in der Laibung

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Haustür ausbauen

Schritt 1 - Arbeitsbereich vorbereiten

Räume den Eingangsbereich vollständig frei. Entferne Teppiche, Matten oder Dekorationen, die beim Arbeiten beschädigt werden könnten. Decke den Boden mit Folie oder Decken ab, um Kratzer oder Schmutz zu vermeiden. Schalte elektronische Türsysteme ab, insbesondere Motorschlösser oder Fingerscanner. Bereite alle Werkzeuge griffbereit vor, damit der Ablauf reibungslos ist. Ein gut vorbereiteter Arbeitsbereich spart Zeit und verhindert unnötige Fehler.

Schritt 2 - Türflügel aushängen

Öffne die Tür vollständig und überprüfe die Scharniere. Bei vielen Türen befinden sich Sicherungsstifte oder Schrauben, die zuerst entfernt werden müssen. Hebe den Türflügel vorsichtig nach oben aus den Scharnieren, ohne die Zarge zu verkanten. Am besten arbeitet ihr zu zweit: Eine Person hält den Türflügel, die andere löst die Schrauben. Lege den Türflügel auf einen stabilen Untergrund, damit er nicht beschädigt wird.

Schritt 3 - Beschläge und Dichtungen entfernen

Entferne nun alle sichtbaren Beschläge wie Türgriffe, Schließzylinder, Bandabdeckungen und Türbänder. Dadurch kannst du die Zarge ungehindert bearbeiten und vermeidest Schäden an den Metallteilen. Ziehe die Dichtungen vorsichtig ab – diese werden beim Ausbau oft beschädigt und können später erneuert werden. Alle Teile sollten sauber sortiert und aufbewahrt werden, insbesondere Schrauben, die eventuell wiederverwendet werden.

Schritt 4 - Zarge lösen und abnehmen

Schneide den Montageschaum rund um die Zarge mit einem Cuttermesser sauber auf. Dies erleichtert das Lösen der Zarge und verhindert Risse im Mauerwerk. Setze die Säbelsäge oder Handsäge an und trenne die Zarge in handliche Abschnitte. Anschließend kannst du die Zarge mit einem Brecheisen vorsichtig heraushebeln. Arbeite dabei Stück für Stück und kontrolliere regelmäßig, dass der Putz oder das Mauerwerk nicht beschädigt wird.

Schritt 5 - Rückstände entfernen

Nachdem die Zarge entfernt ist, bleiben meist Montageschaumreste oder Mörtelrückstände in der Laibung zurück. Entferne diese gründlich mit Spachtel oder Meißel. Kleine Unebenheiten lassen sich mit Reparaturmörtel oder Spachtelmasse ausgleichen. Kontrolliere die Maueröffnung mit Wasserwaage und Richtscheit, damit die neue Tür später exakt und dicht eingesetzt werden kann.

Schritt 6 - Baustelle reinigen und prüfen

Reinige den Arbeitsbereich gründlich: Kehre lose Teile weg, sauge Staub und Schmutz ab und überprüfe, ob die Laibung vollständig frei und unbeschädigt ist. Kleinere Schäden können jetzt leicht ausgebessert werden. Nur eine saubere, ebene Laibung gewährleistet, dass die neue Haustür stabil, dicht und leichtgängig montiert werden kann.

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Typische Fehler beim Haustür ausbauen

Beim Ausbau einer Haustür lauern einige Risiken, die leicht zu Schäden oder Verletzungen führen können, wenn man unvorsichtig arbeitet. Ein häufiger Fehler ist, den schweren Türflügel alleine abnehmen zu wollen. Das kann zu ernsthaften Verletzungen führen, insbesondere an Händen oder Füßen, und die Tür selbst kann beschädigt werden.

Ebenso problematisch ist es, die Zarge gewaltsam herauszureißen. Dabei entstehen oft Abplatzungen am Mauerwerk oder Putz, die später aufwendig ausgebessert werden müssen. Auch die unsachgemäße Nutzung von Hebelwerkzeugen kann die Stabilität der Laibung gefährden und Risse im Rahmen verursachen.

Bei Türen mit elektronischen Komponenten wie Motorschlössern oder Fingerscannern besteht zusätzlich die Gefahr, diese Bauteile zu beschädigen, wenn der Strom nicht vorher abgeschaltet wird oder Anschlüsse unachtsam gelöst werden.

Nicht zuletzt erschwert das Zurücklassen von Montageschaum oder Mörtelresten in der Laibung den späteren Einbau der neuen Tür erheblich. Ungleichmäßige Flächen verhindern ein sauberes Einpassen der Zarge und können dazu führen, dass die neue Tür nicht dicht schließt oder schwerfällig läuft.

Worauf du beim Haustür ausbauen achten solltest

Damit der Ausbau reibungslos und sicher verläuft, solltest du einige Punkte besonders beachten. Plane ausreichend Zeit ein und arbeite konzentriert, um Fehler und Unfälle zu vermeiden. Bei schweren Türflügeln empfiehlt es sich dringend, zu zweit zu arbeiten, um die Last sicher zu handhaben und Beschädigungen zu verhindern.

Schutzkleidung wie Handschuhe und eine Schutzbrille sowie eine Abdeckung für Boden und Möbel sind wichtig, um Verletzungen und Schmutz zu vermeiden. Elektronische Komponenten müssen vor dem Ausbau stromlos geschaltet werden, damit keine Bauteile beschädigt oder Kurzschlüsse verursacht werden.

Besonders sorgfältig solltest du Montageschaum- oder Mörtelreste aus der Laibung entfernen. Nur eine saubere und ebene Oberfläche gewährleistet, dass die neue Haustür später exakt eingesetzt werden kann, dicht schließt und leichtgängig funktioniert. So legst du die Grundlage für eine reibungslose Montage und eine langlebige Tür.

Tipps aus der Praxis zum Haustür ausbauen

 

Einige praktische Hinweise helfen dabei, die Haustür richtig auszubauen:

✔ Verwende immer die richtigen Werkzeuge, um Schäden zu vermeiden.
✔ Hebe schwere Türflügel nur zu zweit ab.
✔ Schneide Montageschaum sauber auf, bevor du die Zarge löst.
✔ Bewahre alte Schrauben und Beschläge sortiert auf.
✔ Bessere kleinere Mauerwerkschäden sofort aus.

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