Was ist der Ug-Wert?
Der Ug-Wert beschreibt die Wärmedämmeigenschaften der Verglasung eines Fensters. Er ist damit ein Teilaspekt des gesamten Wärmedurchgangskoeffizienten und zeigt an, wie viel Wärme durch die Glasfläche verloren geht. Für die Energieeffizienz eines Fensters ist der Ug-Wert von großer Bedeutung, da die Glasfläche meist den größten Anteil am Gesamtfenster ausmacht.
Einfluss von Verglasungsarten auf den Ug-Wert
Die Art der Verglasung bestimmt maßgeblich den Ug-Wert. Einfachverglasungen erreichen nur schlechte Werte um 5,0 W/(m²K). Isolierglas liegt bei etwa 2,8 W/(m²K). Wärmeschutzglas mit Zweifachaufbau erzielt Werte um 1,1 bis 1,3 W/(m²K), während moderne Dreifachverglasungen sogar Ug-Werte von 0,5 bis 0,7 W/(m²K) erreichen. Zusätzliche Maßnahmen wie Edelgasfüllungen oder spezielle Beschichtungen verbessern die Dämmwirkung weiter.
Fenster mit niedrigem Ug-Wert halten die Wärme im Raum, senken die Heizkosten und erhöhen die Behaglichkeit. Gleichzeitig wird die Gefahr von Kondensat und Schimmelbildung reduziert, da die Glasoberfläche innen weniger stark auskühlt. Damit trägt der Ug-Wert entscheidend zu einem angenehmen Raumklima und zu einer nachhaltigen Energiebilanz bei.
Berechnung und Normung des Ug-Wertes
Der Ug-Wert wird nach der europäischen Norm DIN EN 673 ermittelt. Grundlage sind rechnerische Verfahren oder Messungen, die den Wärmedurchgang durch die Glasschichten und den eingeschlossenen Scheibenzwischenraum berücksichtigen. Der Wert dient als objektiver Vergleichsmaßstab, um unterschiedliche Verglasungen energetisch einzuordnen.
Bedeutung des Ug-Wertes im Zusammenspiel mit anderen Kennwerten
Der Ug-Wert ist ein wesentlicher Baustein für den gesamten Uw-Wert eines Fensters. Erst in Kombination mit dem Uf-Wert des Rahmens und dem Psi-Wert des Randverbundes ergibt sich ein vollständiges Bild der Wärmedämmung. Ein sehr guter Ug-Wert allein reicht daher nicht aus, wenn Rahmen oder Randverbund schlechtere Werte aufweisen.