Was ist die DIN 673 – Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten?
Die DIN 673 ist eine Norm, die sich mit der Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) beschäftigt. Der U-Wert ist eine zentrale Kenngröße für die Energieeffizienz von Bauteilen und gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin durch ein Bauteil strömt. Damit liefert die Norm eine Grundlage für die energetische Bewertung von Fenstern, Türen, Glasflächen und anderen Bauelementen.
Zielsetzung der DIN 673
Die Norm stellt sicher, dass Berechnungen von Wärmedurchgangskoeffizienten nach einheitlichen Regeln erfolgen. Dies ermöglicht verlässliche und vergleichbare Werte, die für Bauplanung, Produktentwicklung und Energieausweise notwendig sind. Mit ihrer Hilfe können Bauende und Planende frühzeitig einschätzen, ob Konstruktionen die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und die Anforderungen an Förderprogramme erfüllen.
Die DIN 673 definiert, wie sich der U-Wert aus den Eigenschaften der einzelnen Schichten eines Bauteils zusammensetzt. Dazu zählen die Wärmeleitfähigkeiten der Materialien, die Dicken der Schichten sowie die Oberflächenwiderstände. Für Bauteile mit mehreren Materialien – beispielsweise Fenster mit Rahmen, Glas und Abstandhaltern – werden die einzelnen Werte kombiniert, um den Gesamt-U-Wert zu berechnen.
Bedeutung der DIN 673 in der Praxis
Die Berechnung nach DIN 673 ist sowohl für Hersteller als auch für Fachkräfte im Bauwesen unverzichtbar. Hersteller können damit die energetische Leistungsfähigkeit ihrer Produkte nachweisen, während Fachbetriebe und Planungsbüros die Ergebnisse für Ausschreibungen, Energieausweise und Nachweise gegenüber Behörden nutzen. So trägt die Norm wesentlich zur Qualitätssicherung im Bereich Wärmeschutz bei.
Relevanz der DIN 673 im Kontext moderner Bauweisen
Da energieeffizientes Bauen immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die DIN 673 ein wichtiges Instrument für die Baupraxis. Sie unterstützt eine transparente Bewertung von Materialien und Konstruktionen und erleichtert den Vergleich verschiedener Lösungen. In Kombination mit anderen Normen wie der DIN EN ISO 10077 oder der DIN 4108 sorgt sie für ein konsistentes Regelwerk, das die Energiebilanz von Gebäuden messbar und nachvollziehbar macht.
Der Dreh-Kipp-Beschlag ist eine zentrale Beschlagtechnik im modernen Fensterbau. Er ermöglicht zwei unterschiedliche Öffnungsarten innerhalb eines einzigen Fensters.