Begehbares Glas folgt in seinem Aufbau klaren technischen Vorgaben. Typisch sind zwei oder drei ESG-Gläser, dazwischen spezielle PVB-Folien (Polyvinylbutyral), die für zusätzliche Sicherheit und Stabilität sorgen. Die Dicke des Gesamtaufbaus liegt – je nach geplanter Nutzung – zwischen 20 mm und über 40 mm.
Die Oberfläche ist meistens mit einer rutschhemmenden Beschichtung versehen. Diese kann bedruckt, satiniert, geätzt oder keramisch aufgebracht sein. Für den Außenbereich gibt es Ausführungen mit UV-Schutz und Witterungsbeständigkeit. Optional lässt sich das Glas je nach Hersteller oft zusätzlich mit Struktur, Farbe, LED-Beleuchtung oder durchsichtigen Mustern veredeln.
Bei begehbaren Glas werden alle Komponenten nach statischen Berechnungen dimensioniert und erfüllen hohe Belastungsnormen, etwa nach DIN 18008. Damit ist gewährleistet, dass das Glas auch bei häufiger Nutzung, schweren Lasten oder wechselnden Witterungsverhältnissen stabil bleibt.