Ein Wetterschenkel ist ein schützendes Bauteil an Fenstern oder Türen, das vor allem der Ableitung von Regenwasser dient. Er befindet sich in der Regel an der Unterkante des Flügels oder Rahmens und verhindert, dass Feuchtigkeit ungehindert in die Konstruktion eindringen kann. Durch diese Funktion trägt der Wetterschenkel maßgeblich zum Werterhalt und zur Lebensdauer von Fenstern und Türen bei.
Konstruktion und Materialien des Wetterschenkels
Traditionell wurden Wetterschenkel aus Holz gefertigt und in das Fensterprofil integriert. Heute kommen überwiegend witterungsbeständige Materialien wie Aluminium oder Kunststoff zum Einsatz, die deutlich langlebiger und pflegeleichter sind. Sie werden auf die Unterseite des Flügels montiert und sind meist leicht abgeschrägt, damit Regenwasser kontrolliert nach außen abläuft.
Der Wetterschenkel bildet eine Art Tropfkante, an der das Wasser abperlt und gezielt vom Baukörper weggeleitet wird. Dadurch werden empfindliche Bereiche wie Fugen, Dichtungen und die untere Kante des Fensterrahmens vor Durchfeuchtung geschützt. Neben Regenwasser bietet der Wetterschenkel auch Schutz vor Schnee, Schmutz und Schlagregen, was insbesondere bei Fenstern in exponierter Lage wichtig ist.
Bedeutung für die Haltbarkeit von Fenstern und Türen
Ohne einen funktionierenden Wetterschenkel kann Feuchtigkeit in das Holz oder in die Fugen eindringen, was zu Schäden wie Schimmelbildung, Fäulnis oder Materialverformungen führt. Moderne Wetterschenkel sind daher ein fester Bestandteil langlebiger Fenster- und Türsysteme. In Kombination mit hochwertigen Dichtungen und Profilen erhöhen sie die Widerstandsfähigkeit der gesamten Konstruktion gegen Witterungseinflüsse.
Einbauhinweise zum Wetterschenkel
Ein korrekt eingebauter Wetterschenkel sollte immer leicht geneigt montiert sein und schließt bündig mit den Profilen ab. Die Kombination aus hochwertigen Dichtungen und einem sorgfältig montierten Wetterschenkel verlängert die Funktionalität des gesamten Fensters.
Der Dreh-Kipp-Beschlag ist eine zentrale Beschlagtechnik im modernen Fensterbau. Er ermöglicht zwei unterschiedliche Öffnungsarten innerhalb eines einzigen Fensters.