Die Schlagregendichtheit beschreibt die Fähigkeit eines Fensters, einer Tür oder einer Fassade, starkem Regen in Verbindung mit Winddruck standzuhalten, ohne dass Wasser ins Gebäude eindringt. Dieser Wert ist eine wichtige bauphysikalische Kennzahl und wird in Prüfungen nach DIN EN 12208 klassifiziert. Für Bauherrinnen, Bauherren und Sanierende ist die Schlagregendichtheit entscheidend, um den Schutz des Gebäudes und die Dauerhaftigkeit der Bauelemente zu gewährleisten.
Warum Schlagregendichtheit wichtig ist
Regen allein stellt für moderne Bauelemente meist kein Problem dar. In Kombination mit Wind jedoch steigt der Druck auf die Fugen und Abdichtungen erheblich. Wenn Fenster oder Türen hier Schwächen aufweisen, kann Feuchtigkeit in die Konstruktion eindringen, was zu Schimmel, Schäden an der Bausubstanz und Energieverlusten führt. Eine hohe Schlagregendichtheit sorgt also nicht nur für Komfort, sondern auch für Werterhalt und Energieeffizienz.
Die Einteilung erfolgt nach DIN EN 12208 in verschiedene Klassen von 1A bis 9A sowie Exxx für besonders geprüfte Werte. Je höher die Klasse, desto dichter ist das Bauelement bei starkem Wind und Regen. Beispielsweise entspricht die Klasse 9A einem sehr hohen Schutz, während die Klassen im unteren Bereich nur geringen Belastungen standhalten. Für exponierte Lagen, wie an Küsten oder in Hochhäusern, ist daher eine hohe Klassifizierung zwingend erforderlich.
Schlagregendichtheit bei Fenstern und Türen
Die Schlagregendichtheit hängt nicht nur vom Produkt selbst ab, sondern auch von der Montagequalität. Ein hochwertiges Fenster verliert seinen Schutz, wenn die Anschlussfugen unsauber abgedichtet sind. Deshalb spielt die fachgerechte Montage – etwa nach RAL-Montage – eine zentrale Rolle. Auch das Design von Rahmenprofilen, Dichtungen und Glasleisten beeinflusst die Widerstandsfähigkeit gegen Schlagregen erheblich.
Schlagregendichtheit in der Praxis
In der Praxis bedeutet Schlagregendichtheit, dass Bewohnerinnen und Bewohner auch bei stürmischem Wetter trockene Räume genießen. Für Planende ist die richtige Wahl der Klassifizierung wichtig, da sie sich an den klimatischen Bedingungen des Standortes orientieren muss. Wer auf geprüfte und hochwertig montierte Fenster und Türen setzt, sorgt für eine dauerhaft sichere Gebäudehülle und schützt sich langfristig vor Feuchteschäden.
Der Dreh-Kipp-Beschlag ist eine zentrale Beschlagtechnik im modernen Fensterbau. Er ermöglicht zwei unterschiedliche Öffnungsarten innerhalb eines einzigen Fensters.