Der Randverbund ist ein entscheidendes Bauteil von Isolierverglasungen und sorgt dafür, dass die einzelnen Glasscheiben dauerhaft stabil miteinander verbunden sind. Gleichzeitig dichtet er den Scheibenzwischenraum gegen Feuchtigkeit und Gase ab, wodurch die Wärmedämmung und Lebensdauer einer Verglasung gesichert werden. Ohne einen funktionierenden Randverbund würde Isolierglas seine energetischen Eigenschaften schnell verlieren.
Aufbau und Materialien des Randverbunds
Ein Randverbund besteht in der Regel aus mehreren Schichten: einem Abstandhalter, Dichtstoffen sowie einem Trockenmittel. Der Abstandhalter, meist aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff, schafft den Zwischenraum zwischen den Glasscheiben. Das Trockenmittel verhindert die Bildung von Kondenswasser, während die Dichtstoffe für Luft- und Gasdichtigkeit sorgen. Moderne Systeme nutzen sogenannte „warme Kanten“ aus Kunststoffverbundmaterialien, die deutlich bessere Dämmwerte bieten als herkömmliche Metallrahmen.
Der Randverbund trägt wesentlich zu den energetischen Eigenschaften eines Fensters bei. Herkömmliche Metall-Abstandhalter leiten Kälte stärker nach innen und so entstehen Wärmebrücken. Dadurch entstehen nicht nur höhere Energieverluste, sondern auch ein erhöhtes Risiko für Kondensatbildung im Randbereich der Verglasung. Warme Kanten reduzieren diese Effekte, verbessern die Dämmung und erhöhen den Wohnkomfort spürbar.
Bedeutung für Lebensdauer und Dichtheit
Ein hochwertiger Randverbund schützt den Scheibenzwischenraum dauerhaft vor dem Eindringen von Feuchtigkeit. Gleichzeitig verhindert er, dass Füllgase wie Argon oder Krypton entweichen, die für die Wärmedämmung wichtig sind. Schäden oder Undichtigkeiten im Randverbund machen sich meist durch beschlagene oder „blinde“ Scheiben bemerkbar. Daher gilt der Randverbund als einer der sensibelsten Bereiche eines Fensters und muss präzise verarbeitet sein.
Weiterentwicklungen des Randverbunds und moderne Standards
Die Entwicklung von Randverbundsystemen hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Während Aluminium lange Zeit Standard war, setzen sich heute zunehmend wärmetechnisch optimierte Abstandhalter durch. Diese verbessern nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch die gestalterischen Möglichkeiten, da sie in unterschiedlichen Farben erhältlich sind. Damit trägt der Randverbund nicht nur zur Funktionalität, sondern auch zur Optik moderner Fenster bei.
Der Dreh-Kipp-Beschlag ist eine zentrale Beschlagtechnik im modernen Fensterbau. Er ermöglicht zwei unterschiedliche Öffnungsarten innerhalb eines einzigen Fensters.