Unter Normgrößen versteht man festgelegte Standardmaße, die in der Baupraxis häufig verwendet werden. Sie dienen als Orientierung für Hersteller, Planende und Handwerksbetriebe, um Fenster und Türen effizienter zu produzieren und leichter verfügbar zu machen. Normgrößen sorgen dafür, dass Bauprojekte wirtschaftlicher umgesetzt werden können und Bauprodukte verschiedener Anbieter besser vergleichbar sind.
Normgrößen bei Fenstern und Türen
Im Bereich von Fenstern und Türen gibt es keine echten DIN-Maße, sondern sogenannte Vorzugsmaße, die sich in der Praxis etabliert haben. Diese Vorzugsgrößen ergeben sich aus typischen Rohbauöffnungen und werden von vielen Herstellern in Serie gefertigt. Fenster mit Normgrößen sind dadurch meist günstiger, schneller lieferbar und unkomplizierter einzubauen, da sie auf gängige Maueröffnungen abgestimmt sind.
Unterschiede zwischen Normgröße und Maßanfertigung
Im Gegensatz zu Maßfenstern oder -türen, die individuell nach einer vorhandenen Öffnung gefertigt werden, zeichnen sich Normgrößen durch ihre Standardisierung aus. Während Maßanfertigungen exakte Anpassungen erfordern und dadurch teurer sein können, bieten Normgrößen eine preiswerte Lösung, wenn sich die Bauöffnungen an den Vorzugsmaßen orientieren. Dadurch lassen sich viele Bauvorhaben effizient umsetzen, ohne Abstriche bei Qualität oder Funktionalität machen zu müssen.
Vorteile von Normgrößen
Normgrößen erleichtern nicht nur die Planung, sondern auch die Logistik. Händler können Produkte in gängigen Maßen lagern und dadurch sofort verfügbar machen. Für Bauherrinnen und Bauherren bedeutet das eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis. Gleichzeitig fördern Normgrößen die Vergleichbarkeit verschiedener Angebote und ermöglichen eine bessere Kalkulation von Bau- oder Sanierungskosten.
Normgrößen in der Praxis
Ein typisches Beispiel sind Fenster mit Breiten von 60, 80, 100 oder 120 cm und Höhen von 100, 120 oder 140 cm. Diese Maße sind in vielen Projekten verbreitet und daher bei den meisten Herstellern verfügbar. Auch Türen folgen gängigen Standardgrößen, die sich an funktionalen Anforderungen wie Durchgangsbreite und Barrierefreiheit orientieren. Wer sich für Normgrößen entscheidet, profitiert also von einem unkomplizierten Einbau, planbarer Verfügbarkeit und meist geringeren Kosten.
Der Dreh-Kipp-Beschlag ist eine zentrale Beschlagtechnik im modernen Fensterbau. Er ermöglicht zwei unterschiedliche Öffnungsarten innerhalb eines einzigen Fensters.