Die Fenstersicherung nach DIN 18104 beschreibt standardisierte Anforderungen und Prüfverfahren für einbruchhemmende Fenster. Sie legt fest, wie Fenster konstruiert und ausgestattet sein müssen, damit sie effektiven Schutz gegen unbefugtes Eindringen bieten. Die Norm ist insbesondere für Hersteller, Planende und Sicherheitsfachleute relevant, da sie die Grundlage für widerstandsfähige und geprüfte Fenster bildet.
Grundprinzipien der DIN 18104
Die Norm unterscheidet zwischen Fenstersicherungen der Teile A und B: Teil A beschreibt Anforderungen an mechanische Fensterverriegelungen, Teil B bezieht sich auf zusätzliche Bauteile wie abschließbare Griffe oder Pilzkopfverriegelungen. Ziel ist es, Fenster so auszustatten, dass sie einem Einbruchsversuch durch Gelegenheits‑ oder Profi‑Einbrecher standhalten. Dabei wird sowohl die Konstruktion der Rahmen als auch die Montagequalität berücksichtigt.
Fenstersicherungen nach DIN 18104 erhöhen den Schutz von Wohnräumen erheblich. Sie verhindern, dass unbefugte Personen leicht durch einfache Hebelbewegungen oder Griffmanipulationen Zugang erhalten. In der Praxis bedeutet das, dass Fensterelemente nicht nur verschlossen, sondern durch geprüfte Verriegelungspunkte, verstärkte Beschläge und stabile Rahmen zusätzlich gesichert sind. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit von Bewohnenden geleistet.
Einfluss der Fenstersicherung DIN 18104 auf Versicherungen und Sicherheitskonzepte
Fenstersicherungen nach DIN 18104 sind für viele Wohngebäude auch versicherungsrelevant. Versicherer erkennen geprüfte Einbruchhemmungen oft als Voraussetzung für einen erweiterten Versicherungsschutz an. Darüber hinaus fließen die Vorgaben in ganzheitliche Sicherheitskonzepte ein, die weitere Elemente wie Alarmanlagen, Bewegungsmelder oder Rollläden berücksichtigen. So entsteht ein abgestimmtes Schutzsystem, das Sicherheit, Komfort und Wertbeständigkeit des Gebäudes erhöht.
Praxisrelevanz und Montage der Fenstersicherung DIN 18104
Für Bauende, Planende und Handwerksbetriebe bedeutet die DIN 18104, dass Fenster nicht nur nach optischen oder funktionalen Kriterien ausgewählt werden, sondern auch nach geprüften Sicherheitsmerkmalen. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass Verriegelungen korrekt eingebaut und die Griffe abschließbar sind. Nur so erfüllt ein Fenster die Anforderungen der Norm und bietet einen wirksamen Schutz gegen Einbruchsversuche.
Der Dreh-Kipp-Beschlag ist eine zentrale Beschlagtechnik im modernen Fensterbau. Er ermöglicht zwei unterschiedliche Öffnungsarten innerhalb eines einzigen Fensters.