Die DIN 18040 Barrierefreies Bauen definiert Standards, um Gebäude, Wohnungen und öffentliche Räume für alle Menschen zugänglich und nutzbar zu machen. Sie berücksichtigt die Bedürfnisse von Personen mit eingeschränkter Mobilität, Seh- oder Hörbeeinträchtigungen ebenso wie von älteren Menschen und Familien mit Kindern. Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, die niemanden ausschließt und allen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.
Inhalte und Geltungsbereiche der DIN 18040
Die Norm ist in drei Teile gegliedert: Teil 1 behandelt öffentlich zugängliche Gebäude, Teil 2 den Wohnungsbau und Teil 3 den Verkehrs- und Freiraum. Sie legt konkrete Anforderungen an Bewegungsflächen, Tür- und Fenstermaße, Bedienelemente, Rampen, Aufzüge und sanitäre Einrichtungen fest. Durch diese Vorgaben wird sichergestellt, dass bauliche Anlagen ohne fremde Hilfe genutzt werden können.
Für Fenster und Türen enthält die DIN 18040 klare Vorgaben. Dazu gehören leicht erreichbare und einfach zu bedienende Griffe, ausreichende Durchgangsbreiten, schwellenlose Übergänge und eine sichere Handhabung. Diese Punkte sind entscheidend, um Barrieren im Alltag zu vermeiden und Wohn- wie Arbeitsräume komfortabel nutzbar zu gestalten.
Bedeutung für Planung und Baupraxis
Die Norm dient Architekturbüros, Fachbetrieben und Bauherren als Planungshilfe. Sie erleichtert die Berücksichtigung von Bewegungsradien, Sichtverhältnissen und Bedienhöhen bereits in der Entwurfsphase. Wer nach DIN 18040 plant und baut, sorgt dafür, dass Gebäude langfristig nutzbar bleiben und an zukünftige Bedürfnisse angepasst werden können – ein entscheidender Vorteil im Hinblick auf demografische Entwicklungen.
Relevanz für eine inklusive Gesellschaft
Barrierefreies Bauen ist mehr als die Erfüllung technischer Vorgaben, es leistet einen Beitrag zu sozialer Teilhabe und Inklusion. Die DIN 18040 schafft die Grundlage für eine gebaute Umwelt, die allen offensteht. Damit ist sie ein wichtiges Instrument für mehr Lebensqualität, Selbstständigkeit und Chancengleichheit in privaten und öffentlichen Bereichen.
Der Dreh-Kipp-Beschlag ist eine zentrale Beschlagtechnik im modernen Fensterbau. Er ermöglicht zwei unterschiedliche Öffnungsarten innerhalb eines einzigen Fensters.